Fasten auf Schwäbisch

NEUES von RADIO NIRWANA (29)

Nassschnecke

„Was hat es eigentlich mit der sogenannten ‚Schwäbischen Auster‘ auf sich – ist die irgendwie mit der ‚Prärieauster‘ verwandt?“

Nein, wieder einmal handelt es sich um den viel gerühmten Erfindungsreichtum, mit dem die Schwaben die Welt beglücken. Um die Fastenzeit trotz Fleischverzicht nicht gar zu entbehrungsreich zu gestalten, kam die ‚Schwäbische Auster‘ nicht nur hierzulande auf den Teller, sondern mauserte sich in den letzten beiden Jahrhunderten sogar zum kulinarischen Exportschlager der Schwäbischen Alb. Kurz und gut, es geht um die ‚Helix pomatia‘, besser bekannt als Weinbergschnecke. So etwas wie die Sparversion der ‚echten‘ Auster, und demnach eine typisch schwäbische Spezialität. Übrigens in keiner Weise verwandt, verschwistert oder verbandelt mit der ‚Prärieauster‘, bei der es sich um einen berüchtigten Nüchternmacher (Hangover-Killer-Mixdrink) nach amerikanischer Rezeptur handelt – also eher um das Gegenteil maßvoller oder gar pietistisch geprägter Lebensart.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hellas ist überall

NEUES von RADIO NIRWANA (15)

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„Man hört aktuell ja oft den Spruch, Griechenland sei überall. Entspricht es den Tatsachen, dass das Orakel von Delphi ursprünglich auf der Schwäbischen Alb beheimatet war?“

„Das stimmt. Bereits im frühen Mittelalter soll eine gewisse Lisbeth Jäger aus Urspring zu ihrem Mann Hugo gesagt haben: ‚Des hau i fei komma säa!’“